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Ausstellung: Michael Mattern

Informationen

Das Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum zeigt eine Sonderausstellung des gebürtigen Husumers Michael Mattern, die über 100 neokonstruktivistische Arbeiten aus drei Jahrzehnten vereint.

Maschinenteile, Motoren, präzise wiedergegebene Formen, Konstruktionspläne. In ihrer Herkunft mitunter noch immer benennbar, mitunter nicht länger zuzuordnen. Auf den ersten Blick erschafft der Maler Michael Mattern eine technoide Bildwelt, die jedoch auf vielfache Weise durch das Prinzip der Bildmontage verändert wird. Mattern bewertet Technik nach ästhetischen und keineswegs nach funktionalen Gesichtspunkten und erreicht eine spielerisch vorgetragene Leichtigkeit. Einzelne Elemente wiederum besitzen eigenartig metamorphe Formen. Sie ähneln Tieren oder Figuren oder erinnern in ihrer kompositorischen Anlage an Landschaften. Geordnet und konstruktiv sind diese Bilder, reinfarbig intensiv oder aber in den Valeurs eher zurückgenommen und auf wenige farbige Punkte begrenzt. In allen Bildern besteht Mattern auf unbedingter Distanz. Muten die Bildelemente doch wie Versatzstücke aus einer anderen, entrückten Welt an, unberührbar und zuvorderst auf das Visuelle konzentriert. Unversehens erschließt sich dem Betrachter ein phantastisches, sich wie selbstverständlich fortspinnendes Universum.

Manche Kunsthistoriker bezeichnen Mattern als Leger unserer Zeit. Matterns Bilder sind so anders, dass man auch von MATTERNissmus reden kann. Es sind Bilder die das Hirn des Betrachters aktivieren und mobilisieren, denn es muß ja zuordnen was es sieht. Durch seine künstlerische Auseinandersetzung, seine Neuanordnung und künstlerische Interpretation weist Mattern auf diese Diskrepanz zwischen Verwendung und Verstehen hin und eröffnet eine neue Sicht und Ein-Sicht auf eine technisierte Welt in der wir gezwungen sind zu leben.

Mattern wurde 1946 in Husum geboren und zog 1998 nach Itzehoe, wo er seitdem lebt und arbeitet. Seit 1989 Michael Mattern auf der Basis technischer Form- und Funktionslogiken als freischaffender Künstler an der Weiterentwicklung des Konstruktivismus, die eine Reflektion des heutigen Zeitgeschehens ermöglicht.

Laufzeit: 10. Februar bis 12. Mai 2019

http://www.museumsverbund-nordfriesland.de/nordseemuseum/

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